Sunset Sons

Sunset Sons // Support: Tom Curren & Betty The Shark

Da ist diese Geschichte vom Fischer, der wenig braucht und nach getaner Arbeit den Nachmittag am Strand verbringt. Einfach in der Sonne liegt, nichts tut. Warum er nicht nochmal hinausfahre, wird er gefragt, er könne dann doppelt verdienen, sich ein größeres Boot leisten. Damit so viel verdienen, dass er schließlich nicht mehr arbeiten müsse. Und am Strand liegen könne... Ein bisschen erinnert das an den Werdegang der Sunset Sons. 

Die vier Musiker treffen sich am südfranzösischen Atlantik, wo sich Sänger Rory in die Wellen verliebt und abends in der Bar Le Surfing spült, die dem Cousin von Bassist Pete gehört. Surfbretter und Gitarren – viel mehr scheinen die Jungs zum Glück nicht zu brauchen. Allerdings geht die Sonne auch in Südfrankreich irgendwann unter, besonders im Winter, und der kann lang werden, wenn man von Strand und Wellen lebt. Die drei Engländer und der Australier Pete beschließen deshalb, in der kalten Jahreszeit als Saisonmusiker durch die Alpen zu tingeln. Beim Après-Ski verdienen sie sich mit Coversongs, die sie für Wintertouristen spielen, etwas Geld. Unter Snowboardern (die im Sommer oft Surfer sind) bildet sich bald eine kleine Fangemeinde um die Cheerleaders, wie sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nennen. Die vier versuchen sich darauf im Proberaum auch an eigenen Songs, bringen schließlich eine EP heraus. Sie heißt „Le Surfing“ und kommt gut an. Aber die Coversongs als Cheerleaders und ihre eigene Musik als Sunset Sons sind „zwei verschiedene Identitäten", sagt Drummer Jed. Brotjob die eine, Leidenschaft die andere. 

Auf einer Tour, die die Sunset Sons anstatt in die üblichen Großstädte in englische Badeorte führt – sozusagen in ihre natürliche Umgebung –, kommt die Frage auf, vor der auch der Fischer steht: Sollen sie aufs große Boot umsteigen? In Jeds Heimatort Tynemouth stehen die Labelscouts Schlange, um die junge, mit positiver Ausstrahlung und Sunshine-Lifestyle aufgeladene Band zu zeichnen. Die BBC sieht in ihnen „eine der heißesten neuen Bands auf dem Planeten". Die Musik der vier ist von den Pop-Covern, die sie als Cheerleaders gespielt haben, hörbar beeinflusst. „There’s no denying that", gibt Jed zu. „But it's pretty rocking as well." Ja, kalifornisch ohne aus Kalifornien zu sein, manchmal funky wie die Red Hot Chili Peppers. Astreine Surfmusik ist es, nicht so verschmitzt wie bei Weezer in den 90ern, nicht so verspielt wie bei den Beach Boys in den 60ern, sondern Gitarren und Keyboards, die einfach nach Sonne klingen. Nach später Sonne: orange, sich karamellig in den langen Strandabend ziehend, mit entspannten Melodien wiederholt wie Wellen. Dabei trotzdem „tight" und ohrwurmig, echte Sommer-Popmusik eben.

Der Fischer in der Geschichte bleibt bei seinem kleinen Boot. Die Sunset Sons sind inzwischen beim Major Label Polydor gelandet. 2015 spielen sie im Sommer mit Erfolg auf einer Reihe großer Festivals, das Board setzen sie dabei gern zum Crowdsurfen ein – temporär Ersatz für die geliebten Atlantikwellen. Auf die Bühne tragen sie aber viel von diesem Gefühl.

Support: Tom Curren & Betty The Shark

Tatkräftige Unterstützung bekommen die Jungs von zwei Größen aus der Surfer-Szene - Tom Curren & Betty The Shark. Als zweite große Leidenschaft, neben dem Surfen, hat die einzigartige Musik von Tom Curren eine tiefe Lyrik mit Einflüssen von Blues, Folk, Classic Rock und Reggae. Besonders ist auch die Musik von seiner Tochter Lee-Ann, ebenfalls Profi-Surferin und Frontfrau von Betty The Shark. Vintage Synthesizer, coole Bass-Lines zwischen Disco und New Wave und ansteckende Beats lassen einen in eine ganz eigene Unterwasserwelt eintauchen.

Besetzung und Land

Leadsänger & Keyboard - Rory Williams
Gitarre & Background Gesang - Robin Windram
Schlagzeug - Jed Laidlaw
Bass - Pete Harper

Support: Tom Curren & Betty The Shark
Gesang, Gitarre & Schlagzeug - Tom Curren
Gesang & Bass - Lee-Ann Curren
Gesang & Keyboard - Philip Caradona
Keyboard - Maya

Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Australien

Frankreich

Link

Zeit und Ort

Donnerstag, 18. August 2016 · Theatervorplatz
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass ab: 19:00 Uhr

Tickets

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14,00 € 11,00 € 16,00 € 13,00 €

Jokerkarten gelten

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